Verfasst von: Leonie Am: 27. Mai 2009
Um sich wirklich wohl zu fühlen bei der Arbeit, braucht man Kontakt mit Menschen. Auch ein Informatiker (entgegen dem Klischee) braucht den Austausch mit Kollegen. Was wir jedoch sehen, sind Unternehmen mit hyrarchischen Strukturen, kleinen, dunklen Büros, winzigen, kargen Kaffeeräumen und wenigen Events, die die Mitarbeiter verbinden.
Ich würde mir mehr organisierte Veranstaltungen wünschen, an denen alle Mitarbeiter eines Standortes, inklusive ihrer Familien teilnehmen und die Führungskräfte hinterm Grill stehen. Weg von hyrarchischen, hin zu heterarchischen Strukturen also!
CEOs, CIOs und alle, die sich als Führungskräfte bezeichnen, haben oft die Verbindung zu den normalen Mitarbeitern verloren und wissen nicht mehr, was im normalen Geschäft passiert, was gebraucht wird, was verbessert werden muss. Das ist keine böse Absicht, eher eine Folge von Zeitmangel, Überlastung und Verantwortung, die natürlich zusehens zunehmen, wenn man eine höhere Position bekleidet. Erst wenn ein Unternehmen eine Vision hat, die bis zum letzten Mitarbeiter oder sogar Zeitarbeiter kommuniziert und vom gesamten Vorstand vertreten wird, kann sich Mitarbeiterzufriedenheit einstellen. Zwar nie 100%, aber vielleicht zu 80%.
Außerdem ist es auch wichtig, etwas zu produzieren, hinter dem jeder Mitarbeiter stehen kann, weil er weiß, dass es niemandem schadet und den Menschen Gutes tut (sie also nicht nach 100 Metern einen Autounfall haben oder ihnen heißes Wasser einer Kaffeemaschine entgegen spritzt). Wenn das Produkt im Sinne der Kunden ist, qualitativ, sinnvoll und brauchbar, ist doch auch die Begeisterung unter den Mitarbeitern schnell vorhanden. Wenn wir hinter dem Produkt stehen können, das unser Unternehmen anbietet oder das wir vertreiben sollen, wird sich dies positiv auf die Verkaufszahlen auswirken. Meist jedoch wird nicht mehr darauf geachtet, was der Kunde wirklich braucht. Es geht nur noch um den Verkauf. Auch wenn das Produkt gut ist, merkt jeder Mitarbeiter, dass hier nicht mit offenen Karten gespielt wird. Psychologisch betrachtet, bedeutet das, dass der Mensch zu einer Handlung “gezwungen” wird, die er menschlich gesehen, nicht machen würde. Auch wenn das Gang und Gebe ist, muss es nicht für gut befunden werden. Unterbewusst beeinflusst uns ein solches Verhalten.
Die Alternative wäre, dass Produkte nur im Hinblick auf die Kunden oder Zielgruppe konstruiert werden und nicht, um zu zeigen, wie fortschrittlich das Unternehmen ist. Diese Perspektive würde den Mitarbeitern eines Unternehmens ein neues Gefühl der Zusammengehörigkeit bringen.
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